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Einfach gemacht!


Hier erscheinen in loser Reihenfolge Tipps für schnell und einfach umzusetzende Maßnahmen, die helfen Energie oder andere wertvolle Ressourcen im Unternehmen einzusparen - und dabei keine oder nur sehr geringe Investionen erfordern.

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Sofortmaßnahmen zur Minderung der Druckluftkosten

Eine erste Sofortmaßnahme, unnötig hohe Betriebskosten zu vermeiden, ist es das Druckniveau zu senken. Denn: Je 1 bar Druckminderung sinkt der Energieverbrauch um 6 - 10 %. Oftmals ist aus einem falschen Sicherheitsdenken heraus der Druck unnötig hoch eingestellt. Hintergrund: Luft erwärmt sich beim Komprimieren. Das heißt ein großer Teil der zur Druckerzeugung aufgewendeten Energie geht unnütz als Wärme verloren - und das umso mehr, je höher der Druck ist. Zudem wirken sich bei einem geringeren Anlagendruck unvermeidbare Leckagen weniger stark aus.

Die Vorgehensweise: Die Druckabsenkung lässt sich zunächst auch ganz ohne aufwändige Vorab-Analyse bewerkstelligen, sofern sensible Arbeitsprozesse nicht betroffen sind. Vermindern Sie dazu schrittweise alle paar Tage den Druck in der Anlage um z.B. jeweils 0,2 bar. Das machen Sie so lange, "bis einer schreit". Wenn Sie dann den Druck wieder geringfügig anheben sollte anschließend alles genauso reibungslos funktionieren wie zuvor - nur eben mit geringerem Energieverbrauch.

 

Weitere Sofortmaßnahmen:

  • Schalten Sie die Kompressoren außerhalb der Betriebszeiten aus. Kontrollieren Sie dies besonders vor längeren Auszeiten wie zum Beispiel Feiertagen.
  • Achten Sie auf Leckagen. Schon kleinste Undichtigkeiten gehen richtig ins Geld.
  • Keine Druckluft zum Säubern! Der schnelle Griff zur Luftpistole ist zwar bequem, jedoch nicht nur unnötig, sondern mitunter sogar kontraproduktiv und gefährlich. Der weggeblasene Dreck wird fein zerstäubt und setzt sich als Staub und gegebenfalls als Ölnebel überall ab und wird zudem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingeatmet. Verwenden Sie stattdessen Handfeger und Lappen.
  • Wenn es mehrere Kompressoren gibt, schalten Sie diese nach Möglichkeit zeitversetzt ein. Das gilt auch für alle anderen stromintensiven Anwendungen. Denn nicht nur der Stromverbrauch wird Ihnen in Rechnung gestellt, sondern zusätzlich auch die höchste Spitzenleistung eines jeden Monats.

Diese Maßnahmen sind gewissermaßen nur "erste-Hilfe-Maßnahmen", mit denen Sie sich allerdings nicht zufrieden geben sollten. Druckluftanlagen werden zum Einen oftmals fortlaufend erweitert und zum Anderen altern sie. Regelmäßige Wartung ist notwendig. Bei älteren Anlagen lohnt sich auch eine umfassende Analyse durch einen Fachberater. Durch eine Optimierung von älteren Bestandsanlagen lassen sich bis zu 30 % einsparen.

Keine Denkverbote: Durch Fortschritte bei den elektrischen Antrieben (Hochfrequenztechnik, leistungsfähige und leichte Akkus, Hocheffizienzmotoren) können diese eine gute Alternative zu Druckluft sein.

 

Moderne Druckluftanwendung im Film erklärt

Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz und Klimaschutz zeigt in folgendem Filmbeitrag, wie ein Maschinenbauunternehmen Druckluft selber effizient nutzt und modernste Drucklufttechnik in seinen Anlagen verbaut.

Ein Beitrag von www.ressource-deutschland.tv der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH im Auftrag des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.