Energetische Inspektion von Klimaanlagen nach § 12 EnEV

Ist Ihre Klimaanlage schon energetisch inspiziert worden?

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Viele Klima- und Lüftungsanlagen werden energetisch ineffizient betrieben, selbst wenn einzelne Komponenten ausgetauscht und durch moderne, hocheffiziente Geräte ersetzt wurden. Denn häufig hat sich im Lauf der letzten Jahre eine Änderung der Nutzung ergeben oder die Gebäudesubstanz wurde umgebaut. Der vermehrte Einsatz von elektrischen Geräten im Büro wie auch in anderen Nutzungsbereichen hat ebenfalls zu veränderten Kühllasten geführt. Hinzu kommt, dass zahlreiche Vorschriften zur beruflichen Gesundheitsvorsorge neu gefasst wurden: starre berufsgenossenschaftliche Regelungen wurden durch Ermessensentscheidungen ersetzt. Inzwischen wurden Gefährdungsbeurteilungen zur Basis von raumklimatischen Auslegungsfragen.

Daher soll die Energetische Inspektion nicht nur die einzelnen Anlagenkomponenten auf ihre Effizienz hin überprüfen. Schwerpunkt ist die Prüfung der Auslegung und Betriebsweise der Anlage im Verhältnis zum realen Kühlleistungs- und Luftwechselbedarf. Dieser ist aus dem Gebäudezustand und der derzeitigen Nutzung zu ermitteln.

Mit der Berechnung einiger anlagentechnischer Kennwerte ist es also nicht getan, so wichtig diese auch sind. Zur Energetischen Inspektion ist das Know-how über die Anforderungen aus der aktuellen Gebäudenutzung ebenso notwendig, wie die Kenntnisse über die Energieeffizienz der anlagen-technischen Komponenten.

Oft sind in Gebäuden auch mehrere Anlagen miteinander im Verbund tätig, oder sie beeinflussen sich gegenseitig durch überströmende Luftmengen. Dann ist eine sorgfältige Analyse und Zuordnung der verschiedenen Anlagen auf die Nutzungszonen erforderlich.

Aus diesen Untersuchungen und Bewertungen werden konkrete und wirtschaftlich sinnvolle Verbesserungsvorschläge abgeleitet, um die Effizienz zu steigern. Diese können den Austausch einzelner Komponenten umfassen, aber auch geänderte Betriebs- und Regelungsweisen oder andere Anpassungen.

 

Obwohl die Energieeinsparverordnung EnEV die energetische Inspektion nur für Klimaanlagen mit einer Kühlleistung von mindestens 12 Kilowatt verlangt, ist sie auch für raumlufttechnische Anlagen ohne Kühlungsfunktion unbedingt zu empfehlen und mit derselben Methodik durchführbar.

Wenn zu einer Anlage keine Auslegungsdokumentation mehr verfügbar ist, oder falls der Betrieb von der ursprünglichen Auslegung deutlich abweicht, können Messungen der wesentlichen Betriebsparameter zusätzlichen Aufschluss über die Energieeffizienz geben.

Hintergrund:
Die Energieeinsparverordnung von 2007 sieht in § 12 vor, Klimaanlagen in Gebäuden alle zehn Jahre einer energetischen Inspektion zu unterwerfen. Der Betreiber hat die Inspektion durch eine dafür qualifizierte Person durchführen zu lassen und die dabei erstellte Dokumentation aufzubewahren. Sie ist vom Anlagenbetreiber den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen.

Für ältere Anlagen wurden Übergangsfristen eingeräumt. Für Anlagen, die vor dem 1. Oktober 1987 in Betrieb genommen wurden, war diese Prüfung erstmalig bis 30. September 2009 durchzuführen. Für solche, die vor dem 1. Oktober 1995 in Betrieb gegangen sind, ist die Inspektion bis 30. September 2011 erstmalig durchzuführen. Und für solche, die vor dem 1. Oktober 2003 in Betrieb gegangen sind, bis 30. September 2013. Wer die Energetische Inspektion nicht oder nicht rechtzeitig durchführen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Datum:

09.09.2014

Zeit:

09:00–12:00

Ort:

Weser-Ems-Halle
Messestraße, Oldenburg

Referent:

Hans H. Böck, EUt - Büro für Umwelttechnik

Veranstalter:

Klima(+)Unternehmen
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